Lebenslauf Vorlagen zum Ausfüllen
Eine Vorlage entscheidet nicht über Ihre Qualifikation, aber darüber, was zuerst gelesen wird. Die Vorlagen unten sind so gebaut, dass Name, Zielposition und die letzten drei Stationen sofort erfassbar bleiben, auch nachdem die Datei durch ein Bewerbermanagementsystem gelaufen ist.
Sie füllen direkt online aus, wechseln die Vorlage ohne alles neu einzutippen, und sehen nach der Anmeldung kostenlos Ihre ATS-Bewertung und die Lückenliste. Der fertige Lebenslauf und der PDF-Export gehören zu Pro.
Lebenslauf erstellenAlle 99 Lebenslauf-Vorlagen im Überblick
Jede Vorlage ist hier mit demselben Musterlebenslauf abgebildet, damit Sie Aufbau, Schrift und Aufteilung vergleichen können, bevor Sie anfangen. Ein Klick öffnet die Vorlage direkt im Editor; wechseln können Sie jederzeit, ohne Inhalte neu einzutippen.
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So funktioniert es
- 1Vorlage wählen. Sie können jederzeit wechseln, ohne Inhalte zu verlieren.
- 2Angaben Abschnitt für Abschnitt eintragen.
- 3Auf Wunsch die Stellenanzeige einfügen, um Titel, Profil und Reihenfolge der Kenntnisse darauf auszurichten.
- 4Mit Pro als PDF oder DOCX exportieren.
Aufbau eines tabellarischen Lebenslaufs
Tabellarisch heißt nicht, dass Sie eine Tabelle einfügen, sondern dass jede Station als Zeile aus Zeitraum und Inhalt steht, nach Abschnitten gruppiert und darin antichronologisch sortiert: die aktuellste Station zuerst. Die Reihenfolge der Abschnitte ist weitgehend festgelegt.
- Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse. Geburtsdatum, Familienstand und Staatsangehörigkeit sind freiwillig, im öffentlichen Dienst werden sie häufiger erwartet.
- Berufserfahrung, aktuellste Station zuerst, mit Monat und Jahr, Jobtitel, Arbeitgeber und Ort.
- Ausbildung und Studium, ebenfalls rückwärts, mit Abschluss und mit Note, wenn die Note für Sie spricht.
- Kenntnisse: Sprachen mit Niveau nach dem Europäischen Referenzrahmen (B2, C1), IT- und Fachkenntnisse als klarer Text statt als Balkendiagramm.
- Weiterbildungen, Zertifikate und Ehrenamt, soweit sie zur Stelle passen.
- Ort, Datum und Unterschrift am Ende, wenn Sie unterschreiben.
Kopfzeile, Foto, Datum und Unterschrift
Setzen Sie den Namensblock als sichtbare Überschrift auf die Seite, nicht in die Kopfzeile der Datei. Manche Bewerbermanagementsysteme lesen diesen Bereich nicht aus, und dann kommt Ihre Bewerbung ohne Telefonnummer und ohne E-Mail-Adresse in der Datenbank an.
Das Foto ist freiwillig. Keine Vorschrift verlangt es, und seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verzichten viele Arbeitgeber bewusst darauf, weil ein Bild im Streitfall den Verdacht einer Benachteiligung stützen kann. Im traditionellen Mittelstand und in Teilen des öffentlichen Dienstes wird es weiter erwartet, in Österreich und der Schweiz ist es der Normalfall. Mehr dazu in Lebenslauf Foto: Pflicht, Risiko oder Vorteil.
Ort, Datum und Unterschrift verlangt ebenfalls kein Gesetz; eine Bewerbung ist keine formbedürftige Erklärung. In Verwaltung, Kanzleien und im klassischen Mittelstand werden sie trotzdem erwartet, und wenn die Ausschreibung von unterschriebenen Unterlagen spricht, ist es eine Formalie, an der aussortiert werden darf. Rechtslage und Branchenerwartung trennt Lebenslauf unterschreiben.
Was 2026 üblich ist und wo der Anglo-CV abweicht
Der Aufbau ist stabil geblieben, die Ränder haben sich bewegt: Das Foto ist auf dem Rückzug, Angaben zu Eltern oder Konfession sind verschwunden, und immer mehr Bewerbungen laufen über ein Portal, das Ihre Datei in Felder zerlegt. Wer sich parallel im englischsprachigen Raum bewirbt, pflegt besser zwei Fassungen als eine Übersetzung.
- Länge: zwei Seiten sind hier normal, das US-Resume drängt auf eine.
- Persönliche Daten: Foto, Geburtsdatum und Anschrift sind hier möglich, in den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich unerwünscht, weil sie als Diskriminierungsrisiko gelten.
- Zeugnisse: In Deutschland gehören Arbeits- und Abschlusszeugnisse als Anlage dazu. Das Arbeitszeugnis in dieser Form gibt es im angelsächsischen Raum nicht.
- Lücken: Der deutsche Lebenslauf wird monatsgenau auf Lückenlosigkeit gelesen, ein Resume nennt oft nur Jahre.
- Welche Sprache wann die richtige ist, klärt Lebenslauf auf Deutsch oder Englisch.
Lücken im Lebenslauf erklären
Als Lücke gilt jeder unerklärte Zeitraum ab etwa drei Monaten. Das Problem ist selten die Zeit, sondern die Leerstelle: Wer nichts einträgt, überlässt die Erklärung der lesenden Person. Jede Unterbrechung bekommt deshalb eine eigene Zeile mit Zeitraum und sachlicher Bezeichnung. Erfundene Beschäftigungen sind keine Option, denn ein fehlendes Arbeitszeugnis fällt spätestens beim Nachreichen auf.
- Elternzeit: als solche benennen, mit Zeitraum. Sie ist ein gesetzlicher Anspruch und erklärt sich von selbst.
- Arbeitssuche: „Berufliche Neuorientierung“ mit Zeitraum, ergänzt um das, was Sie in der Zeit gemacht haben, etwa eine Weiterbildung.
- Krankheit: keine Diagnose nennen. „Gesundheitlich bedingte Auszeit, vollständig wiederhergestellt“ genügt.
- Anerkennungsverfahren oder Sprachkurs nach dem Zuzug: als Station eintragen. Das ist eine Qualifikation, keine Lücke.
- Pflege von Angehörigen oder Sabbatical: benennen, kurz halten, nicht rechtfertigen.
ATS-taugliche Formatierung
In vielen Unternehmen liest ein Bewerbermanagementsystem Ihren Lebenslauf zuerst und versucht, Felder zu füllen: Name, Kontakt, Titel, Arbeitgeber, Zeiträume, Abschluss, Kenntnisse. Was es nicht zuordnen kann, landet in einem Rest, den niemand durchsucht. Abgelehnt wird eine schlecht ausgelesene Bewerbung nicht, sie fehlt einfach im Suchergebnis.
- Eine Spalte für alles, was gelesen werden soll. Zweispaltige Layouts liest der Parser in der Dateireihenfolge, nicht in der optischen, und die Seitenleiste landet dann mitten im Werdegang.
- Keine verschachtelten Tabellen für das Layout. Datum links und Beschreibung rechts verschmelzen oft zu einer Zeile, und dann hat eine vierjährige Station kein Datum mehr.
- Standardschrift in 10 bis 12 Punkt: Arial, Calibri, Helvetica, Garamond, Times New Roman.
- Übliche Überschriften als echter Text: Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse.
- Kein Text in Bildern, keine Skill-Balken. Eine Grafik enthält keinen Text und existiert für das System nicht.
- Ein einheitliches Datumsformat in allen Stationen, etwa 03/2021 bis 08/2024.
- Als PDF speichern, das echten Text enthält, kein Scan und kein Bildexport. Prüfen können Sie das Ergebnis mit dem ATS-Check.
Typische Fehler
Die folgenden Punkte tauchen in fast jeder Durchsicht auf, und keiner davon kostet mehr als zehn Minuten.
- Ein Profil aus Adjektiven. „Teamfähig, motiviert, belastbar“ steht in jeder zweiten Bewerbung. Nennen Sie Jobtitel, Jahre, zwei Stärken und ein Ergebnis.
- Aufgabenlisten statt Ergebnisse: Ein Satz aus der Stellenbeschreibung beschreibt die Stelle, nicht Sie.
- Veraltete Angaben aus alten Mustern: Beruf der Eltern, Konfession, Zahl der Geschwister. Ersatzlos streichen.
- Dateinamen wie „lebenslauf_final_v3.pdf“ statt Nachname, Vorname und dem Wort Lebenslauf.
- Kenntnisse ohne Niveau. „Englisch“ sagt weniger als „Englisch, C1“.
- Dieselbe Datei an alle: Titel und die ersten drei Kenntnisse sollten zur Ausschreibung passen.
Berufserfahrung: eine Station vorher und nachher
Das folgende Beispiel ist erfunden, aber typisch. Vorher: „03/2021 bis 08/2024, Kundenservice, Muster GmbH, Leipzig. Verantwortlich für die Bearbeitung von Kundenanfragen, die Pflege des Ticketsystems und allgemeine administrative Aufgaben. Teamfähig und belastbar.“ Das ist eine Stellenbeschreibung: Sie sagt, was der Job war, nicht was diese Person darin erreicht hat.
Nachher steht in der Kopfzeile „03/2021 bis 08/2024 | Teamleitung Kundenservice (seit 01/2023) | Muster GmbH, Leipzig“, darunter drei Zeilen:
- Führung eines Teams von sechs Mitarbeitenden im Second-Level-Support, einschließlich Einarbeitung und Schichtplanung.
- Einführung von Vorlagen für die zehn häufigsten Anfragen; die durchschnittliche Erstreaktionszeit sank von acht auf drei Stunden.
- Aufbau einer internen Wissensdatenbank, die seither als Grundlage für die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen dient.
Häufige Fragen
Sind die Vorlagen wirklich kostenlos?
Nein. Nach der Anmeldung sind die ATS-Bewertung, die Lückenliste und eine unscharfe Vorschau Ihres Lebenslaufs kostenlos. Der fertige Lebenslauf, der PDF- und DOCX-Export und alle 99 Vorlagen gehören zu Pro, für 16,99 US-Dollar im Monat oder 99 US-Dollar im Jahr. Einen Lifetime-Tarif gibt es nicht.
Kommen die Vorlagen durch Bewerbermanagementsysteme?
Sie sind auf saubere Auswertung ausgelegt: einspaltiger Fließtext, kein Text in Bildern, keine Kontaktdaten in der Kopfzeile. Seien Sie skeptisch bei jedem Anbieter, der Ihnen einen ATS-Score als Zahl verspricht. Einen marktweiten Standardwert dafür gibt es nicht.
Brauche ich ein Foto im Lebenslauf?
Nein. In Deutschland ist ein Foto rechtlich nicht vorgeschrieben, und seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verzichten viele Arbeitgeber bewusst darauf, weil ein Bild im Streitfall gegen sie verwendet werden kann. Im traditionellen Mittelstand, in kaufmännischen Berufen und in Teilen des öffentlichen Dienstes wird es weiterhin erwartet, in Österreich und der Schweiz ist es der Normalfall. Die Vorlagen funktionieren mit und ohne.
Wie lang darf ein Lebenslauf sein?
Zwei Seiten sind in Deutschland der Normalfall. Beim Berufseinstieg genügt eine Seite, und eine halbleere zweite Seite wirkt schlechter als eine volle erste. Ab etwa zehn Jahren Erfahrung nutzen Sie zwei Seiten und fassen weit zurückliegende Stationen zu einer Zeile zusammen. Drei Seiten sind praktisch nur in Wissenschaft und Medizin üblich, wo Publikationen und Lehre dazugehören.
Muss ich den Lebenslauf unterschreiben?
Rechtlich nicht. Eine Bewerbung ist keine formbedürftige Erklärung, und eine eingescannte Unterschrift ist juristisch ein Bild. In der öffentlichen Verwaltung, bei kirchlichen Trägern, in Kanzleien und im traditionellen Mittelstand wird sie trotzdem erwartet. Verlangt die Ausschreibung ausdrücklich unterschriebene Unterlagen, setzen Sie Ort, Datum und Unterschrift darunter. Bei einer Onlinebewerbung an ein internationales Unternehmen können Sie darauf verzichten.
Soll ich mich auf Deutsch oder auf Englisch bewerben?
In der Sprache der Ausschreibung. Ist die Anzeige auf Deutsch, bewerben Sie sich auf Deutsch, auch wenn das Unternehmen international ist. Ist sie auf Englisch, senden Sie eine englische Fassung, die dem dortigen Format folgt: kürzer, ohne Foto, ohne Geburtsdatum. Eine wörtliche Übersetzung des deutschen Lebenslaufs ist in beide Richtungen die schlechteste Lösung.
Word oder PDF: Was soll ich senden?
PDF, solange das Formular nichts anderes verlangt. Es hält das Layout auf jedem Gerät, und aktuelle Bewerbermanagementsysteme lesen PDF-Text zuverlässig aus. Word ist die richtige Wahl, wenn ein Portal ausdrücklich DOCX fordert oder eine Personalvermittlung die Datei umbrandet. Niemals ein PDF senden, das nur ein Scan oder ein Bild ist: Für einen Menschen sieht es gleich aus, für den Parser ist es leer.
Kann ich die Vorlage nachträglich wechseln?
Ja. Inhalt und Layout sind getrennt, ein Wechsel kostet Sie keine Tipparbeit.
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